Unsere Politische Arbeit
Gemeinsam für Vilsbiburg.

Stadtrats-Fraktion informiert sich über Flächennutzungsplan

FREIE WÄHLER erreichen 6 Mandate im Stadtrat

FREIE WÄHLER stellen sich in Trauterfing vor – am Samstag am Wochenmarkt

Klare Meinung zum Krankenhaus Vilsbiburg

Wahlversammlung in Frauensattling

Wahlversammlung in Gaindorf

Besichtigung der Vilstalhalle

Wahlversammlung in Haarbach

Podiumsdiskussion

Zu Gast im Heimatmuseum

Wahlauftakt in Vilsbiburg

Auftakt Kreisverband Landshut

Haushaltsrede 2026

Aufstellungsversammlung

Landratskandidat

Monatsroas September

Infoabend öffentl. Grün

Jahreshauptversammlung
Stadtrats-Fraktion informiert sich über Flächennutzungsplan
Wie könnte sich unsere Stadt in den kommenden 10 bis 15 Jahren entwickeln?
Wie könnten, welche Gebiete künftig genutzt werden?
Damit beschäftigt sich der neue Flächennutzungsplan. Unsere Stadtrats-Fraktion hat sich den neuen FNP bereits angeschaut.
Einzusehen ist der für alle Interessierten im Rathaus.
18.03.
2026

FREIE WÄHLER erreichen 6 Mandate
Die kommenden 6 Jahre für euch im Stadtrat.
Veronika Ritt, Werner Neumeier, Doris Pollner, Sebastian Haider, Karlheinz Hiller und Christine Koj.
Vielen Dank für euer Vertrauen!
08.03.
2026
FREIE WÄHLER stellen sich in Trauterfing vor – am Samstag am Wochenmarkt
„Auf an Ratsch“ hieß es am Sonntag beim Frühschoppen im Gasthaus Steer in Trauterfing. Die Kandidatinnen und Kandidaten der FREIEN WÄHLER für den Stadtrat, sowie Bürgermeister-Kandidat Sebastian Haider und Landratskandidat Alfred Holzner haben sich im lockeren Austausch bei Weißwurst und Brezn vorgestellt.
Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider nutzte die Gelegenheit und präsentierte die wichtigsten gemeinsamen Ideen für Vilsbiburg: Neben einer soliden Finanzpolitik, dem bereits gestellten Antrag zur Digitalstrategie für die Stadt und einer größeren Wertschätzung des Ehrenamts ging es natürlich um die Gesundheits-Versorgung in der Stadt. Alfred Holzner stellte hier nochmal unmissverständlich klar, dass er und auch die Kreisräte der FREIEN WÄHLER am Vilsbiburger Krankenhaus als Standort festhalten. Die Anträge für eine Notfallversorgung, einer StrokeUnit sowie der Geburtshilfe seien gestellt, ob diese weiter betrieben werden dürfen, entscheide allerdings einzig die Bundesregierung. Als Basis gilt hier das vom SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach und unter der Ampelregierung beschlossene Krankenhaus-Reformgesetz. Belastbare Fallzahlen aus Berlin gäbe es bis dato nicht. Umso verwunderlicher sei es, dass genau zum jetzigen Zeitpunkt das Thema Krankenhaus Vilsbiburg als politischer Spielball im Wahlkampf genutzt werde. Darüber könne sich jedoch jeder selbst seine Gedanken machen. Die FREIEN WÄHLER stehen geschlossen hinter dem Krankenhaus Vilsbiburg und werden dies auch weiterhin tun. Das der Großraum Vilsbiburg eine wichtige Rolle im Landkreis spielt, sehe man auch an den Investitionen die aktuell getätigt werden, wie zum Beispiel beim Ersatzbau der Realschule oder der Generalsanierung und Erweiterung des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Bonbruck.
Der Landkreis stehe nach wie vor gut da, auch wenn die Zeiten schlechter geworden sind. Umso wichtiger sei es auch in Zukunft für Unternehmen attraktiv zu bleiben. Wenn Alfred Holzner zum Landrat gewählt wird, wolle er zusammen mit den Städten und Gemeinden alles dafür tun, wir die Unternehmen in der Region praktikable Lösungen zu finden.
Holzner dankte zu guter Letzt allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich um politische Ämter in den Gremien im Landkreis bewerben und ihre Freizeit für das Gemeinwohl einbringen wollen. Das Ehrenamt sei der Kitt unserer Gesellschaft, egal ob im Stadtrat, im Verein oder in der Feuerwehr. Nur so funktioniere ein gemeinsames Miteinander. Deshalb finde er die Idee der Freien Wähler Vilsbiburg einen Ehrenamtstag in der Stadt einzuführen als richtig und wichtig.
Einmal besteht noch die Gelegenheit „Auf an Ratsch“ mit den FREIEN WÄHLERN. Am Samstag stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten von 9 bis 12 Uhr am Infostand am Wochenmarkt vor. Bei Kaffee und Kuchen besteht die Möglichkeit für ein lockeres Gespräch mit Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider und Landratskandidat Alfred Holzner, bevor es am Sonntag in die Wahlkabine geht.
08.02.
2026
Klare Meinung zum Krankenhaus Vilsbiburg
Klares Bekenntnis zum Krankenhausstandort Vilsbiburg – Unhaltbare Behauptungen entschieden zurückgewiesen
Eine in den sozialen Medien verbreitete Sprachnachricht hat am 23. Februar in Vilsbiburg und Umgebung für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Darin wird von einer unbekannten Frau behauptet, das Krankenhaus Vilsbiburg solle zeitnah geschlossen werden. Als angebliche Befürworter werden die Freien Wähler – insbesondere Landrat Peter Dreier sowie Landratskandidat Alfred Holzner – genannt.
Diese Unterstellungen weisen wir als Freie Wähler Vilsbiburg mit aller Deutlichkeit zurück.
Unsere klare Haltung zu diesem Thema: Krankenhaus Vilsbiburg sichern und stärken
Wir bekennen uns ausdrücklich und ohne Einschränkung zum Standort Krankenhaus Vilsbiburg. Dies gilt insbesondere für die notfallrelevanten Fachbereiche, die für die medizinische Grund- und Regelversorgung unserer Region unverzichtbar sind. Eine leistungsfähige Notfallversorgung, eine stabile innere Medizin, Chirurgie sowie alle weiteren bestehenden Fachbereiche, wie die bestens eingeführte Stroke Unit sind essenziell für die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen in Vilsbiburg und dem gesamten südlichen Landkreis. Genauso wichtig ist diese Konstellation für den Fortbestand der Geburtenstation in Form des Hebammenkreißsaals. Die enorm hohen Zufriedenheitswerte sprechen hier eine deutliche Sprache.
Darüber hinaus stehen wir selbstverständlich auch zu allen weiteren medizinischen Fachbereichen am Standort. Unser Ziel ist es, das Krankenhaus zukunftsfähig weiterzuentwickeln und bestmöglich in die regionale Versorgungsstruktur einzubinden – nicht es zu schwächen oder gar in Frage zu stellen.
Der gezielte Versuch, in einer sensiblen Phase des Wahlkampfes mit haltlosen Behauptungen Ängste zu schüren, ist politisch unanständig und schadet dem Vertrauen in unsere demokratischen Prozesse.
Verantwortung statt Stimmungsmache
Gerade bei einem so sensiblen Thema wie der Gesundheitsversorgung tragen alle politisch Verantwortlichen eine besondere Pflicht zur Sachlichkeit. Wer mit Gerüchten über eine angebliche Schließung eines Krankenhauses operiert, spielt mit den Sorgen von Patientinnen und Patienten, Angehörigen sowie den Beschäftigten vor Ort. Der Erhalt aller fünf Klinikstandorte wurde vertraglich vereinbart. Außerdem wurde in den Fusionsvertrag ein Vetorecht eingebaut. Damit können negative Entwicklungen bei der Krankenhausfusion verhindert werden. Das stellt auch eine gewisse Sicherheit für das Vilsbiburger Krankenhaus dar, sagte Alfred Holzner im Zuge einer Wahlveranstaltung.
Wir stellen klar:
Es gibt keinerlei Beschluss, keinerlei Plan und keinerlei Initiative der Freien Wähler, das Krankenhaus Vilsbiburg zu schließen.
Im Gegenteil: Wir setzen uns dafür ein, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig zu sichern. Dazu gehören tragfähige Konzepte, wirtschaftliche Stabilität und eine enge Zusammenarbeit mit Ärzteschaft, Pflegepersonal und Klinikleitung.
Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Informationen kritisch zu prüfen und sich nicht von anonym verbreiteten Sprachnachrichten verunsichern zu lassen. Für Fragen stehen wir jederzeit offen und transparent zur Verfügung.
Die Freien Wähler Vilsbiburg stehen fest zum Krankenhausstandort – heute und in Zukunft.
25.02.
2026
Wahlversammlung in Frauensattling
Am Sonntag stellte sich der Landratskandidat der Freien Wähler, AlfredHolzner, im Gasthaus Maier in Frauensattling vor. Dem erfahrenen Kommunalpolitiker, er ist Bürgermeister, Kreis- und Bezirksrat, sowie Bürgermeistersprecher beim Bay Gemeindetag, macht die wirtschaftliche Lage des Landkreises Sorgen. Die Wirtschaft läuft nicht mehr so wie wir es bisher gewohnt waren.
Förderlotse für Wirtschaft und Gewerbe
Die Förderung von Mittelstand, Handwerk und neuen Technologien, insbesondere StartUps ist ihm daher ein sehr wichtiges Anliegen. „Der Landkreis kann mit seiner Kompetenz bei der Ansiedlung von Industrie und Gewerbe als Föderlotse hilfreich sein,“ meinte er.
In Kommunalunternehmen, wie LAKUBAU sieht er die Möglichkeit den Landkreishaushalt zu entlasten und den Mehrwert einer Investition in Abschreibungen abzubilden. Wichtig ist ihm auch, dass sich die Kreisumlage in Grenzen hält und die Kommunen nicht überfordert werden.
Holzner stellt sich hinter das Krankenhaus Vilsbiburg
Zum wiederholten Mal stellte sich Holzner hinter das Vilsbiburger Krankenhaus. Dabei erläuterte er, dass auf seine Initiative hin im Fusionsvertrag ein Veto-Recht eingebaut wurde.
Damit könnten negative Entwicklungen bei der Krankenhausfusion verhindert werden. Das stellt auch eine gewisse Sicherheit für das Vilsbiburger Krankenhaus dar, sagte Holzner sinngemäß.
Bürgermeisterkandidat und Listenführer Sebastian Haider stellte im Anschluss die Stadtratskandidaten vor. Er betonte, dass die Freien Wähler ein Verein und nicht an eine Partei gebunden sind.
Positive gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen
Alle Kandidaten hoben hervor, dass sie positive gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen wollen. Dazu gehört eine Stärkung des Ehrenamtes, z.B mit Vergünstigungen und Ehrenamtskarte. Wo möglich sollen Sport und Kultur, Musikschule und Volkshochschule sowie Jugendzentrum Heimatmuseum und Feuerwehr unterstützt werden Die Freien Wähler wollen die Nachnutzung der Grundschule mitgestalten evtl. zu seniorenfreundlichem Wohnen, die gute medizinische Versorgung positiv unterstützen und die Barrierefreiheit im Stadtgebiet z.B. sanfte Gehwegabsenkungen, vorantreiben. Positiv für die Stadt wäre es, wenn es gelänge Handel und Gastronomie mit einem umfassenden Stadtmarketing zu fördern.
08.02.
2026
Wahlversammlung in Gaindorf

Die FREIEN WÄHLER bringen demnächst einen Antrag für ein "Digitales Vilsbiburg" ein.
Zügig und locker stellte Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider auf der Wahlversammlung in Gaindorf die Stadtratskandidaten der Freien Wähler vor. „Wir haben Leute aus der Mitte unserer Stadt, die auch in den Ortsteilen bekannt sind und gemeinsam die Zukunft für Vilsbiburg gestalten wollen“, sagte er.
Lockerer Ratsch mit den Gaindorfern
Ungezwungen wurde mit den anwesenden Gaindorfern über die Ideen und Vorstellungen der Freien Wähler geratscht“ Zwei Themen wurden besonders angesprochen: Bildung und Energie. Noch vor ein paar Jahren hieß es, dass die Schülerzahlen ständig steigen, „sagte Haider , jetzt sind die Zahlen rückläufig.“ Das muss nach Ansicht der FW berücksichtigt werden. Derzeit laufen die Planungen für eine Grundschule bis zu 28 Klassen, ergänzte Werner Neumeier, „das erscheint uns zu viel,“ meinte er. Die neue Grundschule soll nicht zu groß und nicht zu klein sein, „wir sollten uns auch alle Optionen offenhalten,“ ergänzte Veronika Ritt. „Wichtig ist, dass wir die Finanzen im Griff haben, so Werner Neumeier, daher muss man sich genau überlegen was man will und Unnötiges weglassen. In diesem Zusammenhang wurde auch angesprochen, dass die Mittelschule Raumnot hat und nach Ansicht der Freien Wähler deshalb rechtzeitig in die Planungen für eine Erweiterung eingestiegen werden sollte. Ähnliches gilt für die Nachfolgenutzung der alten Grundschule.
Unterschiedliche Meinungen beim Thema Freiflächen-PV-Anlagen
Beim Thema erneuerbare Energie waren Freie Wähler und Gaindorfer was Freiflächen-PV-Anlagen betrifft nicht gleicher Meinung. Die Gaindorfer monierten, dass es schon genügend PV-Anlagen auf den Feldern gibt und kritisierten die Anlage in Thalham. Sie meinten, dass indirekt dadurch die Profite der Dach-PV-Anlagen geschmälert werden - Stichwort Abregelung! Besser sei es, Dachanlagen und Strom-Speicher zu fördern. „Nach 20 Jahren,“ meinte ein Gast, „können die Flächen auch nicht einfach in Acker zurückverwandelt werden, das dauert viele Jahre, weil sich die Bodenstruktur verändert hat.“
Erhalt der Biogas-Anlagen
Die Bedeutung der Biogasanlagen als regelbare Strom-Grundlast war dagegen unstrittig und wird von den Freien Wähler unterstützt.Man muss schauen welche Alternativen nach Ende der EEG-Förderung attraktiv sind. Gleiches gilt für die Strom- und Wärmeerzeugung durch Hackschnitzel.
05.02.
2026
Besichtigung der Vilstalhalle
Freie Wähler vor Ort.
Am Samstag hat der Stadtrat die Baustelle der Vilstalhalle besichtigt.
Der Wandel von einer Turnhalle mit Bühne zu einer echten Mehrzweckhalle geht voran.
Über eine engmaschigere Kostenkontrolle bei Bauprojekten, sowie eine Wirtschaftlichkeitsprüfung muss bei künftigen Projekten im neugewählten Rat dennoch gesprochen werden.
Ein wichtiger Punkt aus unseren Ideen für ein lebenswertes Miteinander.
07.02.
2026
Wahlversammlung in Haarbach

Die FREIEN WÄHLER bringen demnächst einen Antrag für ein "Digitales Vilsbiburg" ein.
Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider umriss auf der Wahlversammlung in Haarbach die Schwerpunkte und Ideen der Freien Wähler für die nächsten Jahre. Nach der Vorstellung der Kandidaten ging er insbesondere auf die Digitalisierung der städtischen Verwaltung ein.
Nach dem Onlinezugangsgesetz von 2022 (OZG) sind Kommunen verpflichtet, Verwaltungsleistungen elektronisch anzubieten, ab 2028 besteht sogar ein einklagbarer Rechtsanspruch (OZG 2.0). Daher sehen es die Freien Wähler als dringende Aufgabe verstärkt in die Digitalisierung der Verwaltung einzusteigen. Haider zählte ein ganzes Bündel an Vorschlägen auf: Digitales Rathaus, Online-Bürgerservices, Online-Bürger-sprechstunden, ein digitales Park-Leitsystem am Stadtplatz und digitale Bildungsangebote für Senioren und Seniorinnen.
Christoph Weimann, der als Stadtrat kandidiert, hat sich in dieses Thema eingearbeitet und in einer kleinen Präsentation dargestellt was man sich unter digitaler Verwaltung vorzustellen hat.
Kernbaustein wäre ein Zentrales Online-Serviceportal, in dem Online-Anträge und Terminbuchung, digitale Akten und Bescheide, Aktuelles aus Stadt und Vereinen, Veranstaltungskalender, Mängelmelder, Push-Informationen (für Sperrungen und Warnungen), Bürgerbeteiligung und vieles mehr enthalten ist. Alle Dienste könnten dann in einer „Vilsbiburg-App“ gebündelt werden.
Wichtig ist, so Weimann, dass der Aufbau schrittweise in kleinen, förderfähigen Portionen erfolgt, die immer von einer transparenten Bürgerinformation begleitet werden.
Er berichtete auch von konkreten Kontakten zum bayrischen Digital-ministerium. Hier nahm man die Anfrage sehr positiv auf und nannte die Möglichkeit so etwas wie ein Pilotprojekt für Kommunen unter 15000 Einwohner zu machen.
Man war sich in der Aussprache klar darüber, dass das Thema Digitalisierung
eine Daueraufgabe sein wird und nicht ohne personellen und finanziellen Aufwand durchzuführen ist.
Der Einstieg in eine „smarte Kommune“ und in die digitale Zukunft soll mit einem Stadtratsantrag untermauert werden.
01.02.
2026
Podiumsdiskussion Landratskandidaten
Großer Andrang gestern im Spirklhof in Rothenwörth.
Podiumsdiskussion mit allen Landratskandidaten.
Dementsprechend groß war der Andrang im vollbesetzten Saal.
Für einen starken Landkreis wie unseren braucht es einen Landrat mit großer kommunalpolitischer Erfahrung.
Deshalb am 8. März Alfred Holzner zum Landrat für den Landkreis Landshut.
01.02.
2026
Ausstellungseröffnung im Heimatmuseum

Die Stadträtinnen Veronika Ritt und Christine Koj, sowie Karlheinz Hiller haben die Ausstellung bereits besucht.
FREIE WÄHER unterwegs.
Bei der Eröffnung der Sonderausstellung "Licht an! Die Energieversorgung in Vilsbiburg von den Anfängen bis heute".
Ab sofort in unserem Heimatmuseum.
Das Museum ist Mittwoch von 14 bis 16 und Sonntag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
An jedem ersten Wochenende des Monats zusätzlich Samstag und Sonntag von 12 bis 14 Uhr.
31.1.
2026
Wahlauftakt im Gsellnhaus in Vilsbiburg
Der Anfang ist gemacht!
Am Sonntag fand in der Kolping-Gaststätte die Auftaktversammlung der Freien Wähler statt. Zur besten Frühschoppenzeit bei Weißwürsten und Brezen konnte Ortsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider Gäste, Stadtratskandidatinnen und -kandidaten sowie den Landratskandidat Alfred Holzner begrüßen.
Holzner zum Krankenhaus Vilsbiburg
Holzner, der weitere Termine absolvieren musste, stieg zügig in seine Vorstellung ein. Der 56jährige Bürgermeister aus Rottenburg ist Kreis- und Bezirksrat und seit 12 Jahren Bürgermeistersprecher im Bayer. Gemeindetag. Er bringt Erfahrung mit und zeigt beim Thema Krankenhaus, dass er in der „Materie drin“ ist. In der Fusion der Krankenhäuser sieht er den Vorteil, Doppelvorhaltungen abzubauen und Raum für neue Medizin zu schaffen. Der Erhalt des Krankenhauses Vilsbiburg ist ihm sehr wichtig, aber erst wenn die Fallzahlen festgelegt sind „wissen wir wie es weitergeht.“ Das verzögert sich aber bis Dezember2026.
Holzner will Start Ups fördern
Eine solide, generationengerechte Finanz- und Wirtschaftspolitik steht an erster Stelle. Als Landrat will Holzner Start Ups fördern und neue zukunftsfähige Technologien unterstützen, die Umwelt schützen, dem Klimawandel strukturiert begegnen und für moderne Bildung und Infrastruktur sorgen. Am Herzen liegt ihm das Ehrenamt, das er als den Kitt der Gesellschaft bezeichnet.
Stadtratskandidaten wollen nicht nur reden, sondern machen
Nach Alfred Holzner stellten sich die Stadtratskandidatinnen – und kandidaten persönlich vor. Vielen geht es darum, eine zukunftsfähige Politik zu machen, aktiv anzupacken. „Nicht Schimpfen und Jammern, sondern Anfangen und Machen“ hieß es oft.
Sebastian Haider - unterschiedliche Meinungen zusammenbringen
Sebastian Haider hob in seiner Vorstellung hervor, dass er als 3. Bürgermeister Erfahrungen gesammelt hat und sich das Amt des Bürgermeisters zutraut. „Mir macht es Freude das Gespräch mit Bürgern zu führen, unterschiedliche Meinungen zusammenzubringen und dann bestmögliche Ergebnisse umzusetzen“.
Zukunftsfähige Ideen der Freien Wähler
Er fordert die Grundschule kostenbewusst zu planen, in die Erweiterungsplanung für die Mittelschule einzusteigen und für eine effektive Kostenkontrolle bei Bauprojekten zu sorgen.
Haider und die FW schlagen vor Radwege zu verbessern, die Nord-Ost-Umfahrung schrittweise zu realisieren und das Baugebiets Achldorf II bedarfsgerecht auszubauen, Es sollen digitale Dienste eingeführt werden, etwa ein Digitales Rathaus, Online-Bürgersprechstunden oder ein Digitales Parkleitsystem am Stadtplatz.
Haider will die Innenstadt fördern und Außengastronomie wie z.B. Schanigärten oder Anwohnerparkplätze ermöglichen, um Wohnen am Stadtplatz attraktiver zu machen.
Der Erhalt des Krankenhauses Vilsbiburg, generationenfreundliches Wohnen und eine gute medizinische Versorgung vor Ort gehören ebenfalls zu den Zielen der Freien Wähler.
Viele Vorschläge zu Nachhaltigkeit und Energie, wie etwa Bachrenaturierungen, Starkregenvorsorge, Biogas-Nachnutzung oder weiterer Ausbau der regenerativen Energien runden die Ideen der Freien Wähler ab.
Wir sind die kommenden Wochen weiter unterwegs und freuen uns auf euch.
Jeden Samstag ab 9 Uhr am Wochenmarkt.
In den Ortsteilen sind wir an folgenden Terminen.
Sonntag, 1.2. ab 10 Uhr beim Klingl in Haarbach
Donnerstag, 5.2. ab 19 Uhr beim Sieber in Gaindorf
Sonntag, 8.2. ab 9:30 beim Maier in Frauensattling
Sonntag, 22.2. ab 10 Uhr beim Gruber in Seyboldsdorf
Sonntag, 1.3. ab 10 Uhr beim Steer in Wolferding
25.01.
2026
Auftaktversammlung Kreisverband beim "Maier" Frauensattling

Landratskandidat Alfred Holzner mit einem Teil unserer Kandidatinnen und Kandidaten
Bei denkbar schlechtem Wetter fand am Montag, 12. Januar, der Auftakt zum Wahlkampf der Freien Wähler Kreisverband Landshut statt. Trotz Eis und Schneeregen waren mehr Gäste nach Frauensattling gekommen, als erwartet, sagte Kreisvorsitzender Rudi Zieglmeier zu Beginn der Versammlung, in der sich neben den Kreistagskandidaten auch die Jungen Wähler und der Landratskandidat Alfred Holzner vorstellte.
Zunächst hob der Vorsitzende der Freien Wähler Vilsbiburg und Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider hervor, dass ein guter Landrat zuhören und Handeln können muss. Beides trifft auf Alfred Holzner zu. „Er weiß, dass gute Kommunalpolitik vor Ort beginnt“ sagte Haider, bevor die Stadtratskandidaten Gelegenheit bekamen sich persönlich vorzustellen.
Im Anschluss daran stellten Nadine Leitner und Johannes Puschek die Liste der Jungen Freien Wähler vor. Ihr Anliegen besteht darin, dass junge Menschen mit zukunftsrelevanten Themen in der Politik mitsprechen können, so formulierte es Johannes Puscheck, der in Bruckberg Behindertenbeauftragter ist. Für ihn ist der Erhalt der Krankenhäuser, insbesondere des Kinderkrankenhauses, besonders wichtig, da es das Einzige in der Region ist. Für Nadine Leitner ist die Förderung des Ehrenamtes zentrales Anliegen ihres Engagements, „gemeinsam Anpacken und die regionale Wirtschaft unterstützen“.
Das Thema Ehrenamt griff auch Landratskandidat Alfred Holzner in seiner Vorstellungsrede auf. „Wir leben in schwierigen Zeiten“ sagte er und als Landratskandidat muss man den Leuten heute sagen, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen wird. „Unser Landkreis wird sich in neue Richtungen entwickeln, wir können nicht mehr alle freiwilligen Leistungen aufrechterhalten.“ Darunter werden zum Beispiel die Vereine, Feuerwehren aber auch das Ehrenamt leiden. Aber die brauchen wir, damit weiterhin Leben in der Gemeinde stattfinden kann, sagte der Landratskandidat der Freien Wähler sinngemäß. Gemeinsam muss man daher nach neuen Wegen suchen.
Warum die Kommunen in der Krise stecken, dafür hatte der 56-jährige Alfred Holzner, der derzeit Bürgermeister in Rottenburg, seit 2008 Kreisrat und seit 2014 Bezirksrat ist, mehrere Gründe.
Unter anderem hängt die finanzielle Lage des Landkreises mit dem enormen Defizit der Kreiskrankenhäuser von 27 Millionen Euro zusammen. Das kommt daher, weil der Bund das strukturelle Betriebskosten-Defizit nicht ausgleicht, obwohl er das eigentlich tun müsste. „So ein Defizit kann auch ein wirtschaftlich starker Landkreis nicht auf Dauer aushalten,“ kritisierte er und ergänzte, dass es dem Bezirk ähnlich ergeht. Der kann sich aber über die Bezirksumlage das Geld vom Landkreis holen, falls der Kreis das aber an die Gemeinden durchreichen würde erginge es noch viel mehr Gemeinden so wie Altfraunhofen, „die können sich eine neue Turnhalle schlicht und einfach nicht leisten“.
Man merkte Holzner sein Detailwissen und sein Engagement für die Krankenhäuser deutlich an, als er versprach die 3 Kreiskrankenhäuser zu erhalten „Dafür stehe ich,“ sagte erwörtlich, aber in Vilsbiburg wird nicht alles so bleiben. Er erklärte, dass die Geburtshilfe derzeit in der Luft hängt, weil vom Bayerischen Gesundheitsministerium die Vorgaben für die Geburtenfallzahlen nicht im Dezember 2025, sondern erst im Dezember 2026 festgelegt werden. In der Fusion der Krankenhäuser von Stadt und Landkreis sieht er gute Chancen „aus 3 Wasserköpfen einen zumachen“ und so Kosten zu sparen und sich statt einen Wettbewerb zu liefern auf die medizinischen Leistungen zu konzentrieren.
Die Schieflage der Kommunen kommt auch aus einer wirtschaftlichen Schwäche, analysierte Holzner die Situation. Bei einer Chinareise hat er gesehen wie groß die Autokonkurrenz in China ist und er wird sehr deutlich: „Wenn die kommen und ihre Preise durchsetzen, dann können unsere Autofirmen einpacken.“ Daher ist es wichtig auf neue Technologien zu setzen, wir haben schlaue und erfindungsreiche Köpfe, meinte Holzner. Er stellt sich vor Start Ups zu fördern und mutig Neues anzugehen. „Natürlich kann der Landkreis keine Firmen ansiedeln, aber er kann beraten, unterstützen, offen sein und Förderratgeber.“
Holzners Ideen-Liste wäre noch lang, aber zum Schluss meinte er, dass er stolz ist eine starke Kandidatenliste anzuführen. „Ein Landratskandidat ist Nichts, ohne die Liste dahinter“, führte er aus und bekam dafür viel Applaus.
13.1.
2026
Haushaltsrede der Freien Wähler Vilsbiburg – Haushalt 2026

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,
liebe Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat,
werte Vertreterinnen und Vertreter der Presse,
und geschätzte Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt,
im Namen der Fraktion der Freien Wähler Vilsbiburg darf ich heute zum Haushalt 2026 sprechen.
Ein Haushalt ist nie nur ein Zahlenwerk – er ist ein Spiegelbild dessen, was uns wichtig ist:
unsere Werte, unsere Prioritäten, unser Verständnis von Verantwortung.
Und er zeigt, ob wir als Stadt bereit sind, Zukunft zu gestalten, statt nur den Status quo zu verwalten.
Zunächst möchte ich mich ausdrücklich bei der Verwaltung und dem Kämmererteam bedanken.
Sie haben in schwierigen Zeiten – mit Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen – einen übersichtlichen, handlungsorientierten Haushaltsentwurf vorgelegt.
Wir begrüßen ausdrücklich, dass im Haushalt Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Stadtentwicklung vorgesehen sind – dies sind zentrale Bausteine für eine gute Zukunft unserer Stadt.
Ebenso positiv werten wir, dass Fördermittel konsequent eingebunden werden: In Zeiten knapper Budgets ist jede eingeworbene Förderung ein Gewinn für unsere Kommune.
Weiterhin sind wir erfreut darüber, dass die Stadt nicht ausschließlich auf Neuverschuldung setzt, sondern versucht, die Haushaltslage durch Entnahmen aus Rücklagen, auch wenn dies bald nicht mehr möglich sein wird, und durch Maßnahmen zur Kostendämpfung zu stabilisieren.
Doch wir dürfen uns nichts vormachen:
Die Spielräume werden enger, die Aufgaben größer. Wir dürfen feststellen – wie schon in den Vorjahren – dass sich unsere Stadt in einem Umfeld bewegt, das von zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit, stark steigenden Kosten und einer Vielzahl neuer kommunaler Anforderungen geprägt ist. Dazu zählen steigende Energie- und Materialkosten, wachsende Personalausgaben, große Aufgaben im sozialen Bereich sowie nicht zuletzt der Druck, Zukunftsinvestitionen in Bildung, Infrastruktur und Klima umzusetzen.
Wir stehen zwischen Investitionsdruck und Haushaltsdisziplin, zwischen Pflichtaufgaben und berechtigten Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger.
Gerade deshalb braucht es jetzt klare Entscheidungen, Mut zur Prioritätensetzung und den Willen, offen über Grenzen zu sprechen.
Der Haushalt 2026 ist geprägt von großen Projekten, die das Gesicht unserer Stadt verändern werden.
Diese Investitionen sind notwendig – aber sie fordern uns finanziell, organisatorisch und politisch heraus.
a) Neubau der Grundschule
Der Neubau der Grundschule ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder – und damit in das Fundament unserer Stadt.
Wir Freien Wähler unterstützen dieses Projekt vorbehaltlos.
Aber: Wir fordern klare Kostensteuerung, transparente Bauplanung und frühzeitige Kommunikation.
Ein Bildungsbau darf kein finanzielles Risiko werden – er muss Vorbild für Wirtschaftlichkeit und Qualität sein. Außerdem müssen die aktuellen und absehbaren Entwicklungen im Bereich der Schülerzahlen zwingend berücksichtigt werden. Nur wenn wir realistische, belastbare Prognosen zugrunde legen, können wir ein Gebäude planen, das auch in Zukunft den pädagogischen und räumlichen Anforderungen gerecht wird. Ein optimal dimensioniertes Gebäude schützt den Haushalt vor späteren teuren Erweiterungen oder Anpassungen.
b) Kläranlage
Die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage ist keine Option, sondern eine Pflicht.
Sauberes Wasser ist Lebensgrundlage. Die überarbeitete Abwasserrichtlinie setzt den Kommunen und ihren Betrieben bis 2045 ambitionierte Ziele. Ein zentraler Erfolg aus kommunaler Sicht ist jedoch die Einführung des Verursacherprinzips: Nun müssen sich die Pharma- und Kosmetikindustrie als wichtige Verursacher von Mikroschadstoffen zu 80 Prozent an den Kosten für die Modernisierung der Abwasseranlagen beteiligen. Diese Regelung blieb jedoch bis zur endgültigen Verabschiedung der Richtlinie im Herbst 2024 aus Sicht der Industrie umstritten. Sie versucht nun, mit politischem Druck die Kommission dazu zu bringen, die Abwasserrichtlinie im Zuge der Bemühungen zum Bürokratieabbau neu zu verhandeln. Laut einer Studie des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) belaufen sich die Kosten für den Ausbau der vierten Abwasser Reinigungsstufe in rund 600 Anlagen in Deutschland auf etwa 8,7 Milliarden Euro, wovon die Pharma- und Kosmetikindustrie voraussichtlich 7 Milliarden Euro gestaffelt bis 2045 trägt. Das Streichen der Erweiterten Herstellerverantwortung würde die Kosten allein den Kommunen und damit den Gebührenzahlern aufbürden. Die bayerischen Kommunen würden sich eine klare Unterstützung von der Bayerischen Staatsregierung wünschen. Ministerpräsident Markus Söder forderte jedoch bei einem Treffen mit Ursula von der Leyen unlängst eine Abschwächung der Kostenbeteiligung durch die Industrie.
Dieses Projekt wird uns auf Jahre binden – finanziell und personell.
Wir fordern deshalb: Fördermittel maximal ausschöpfen, technisch nachhaltige Lösungen wählen und Gebührensteigerungen sozial abfedern.
c) Dorfladen Seyboldsdorf
Der Dorfladen Seyboldsdorf steht beispielhaft für gelebte Gemeinschaft.
Er zeigt, dass Nahversorgung und Miteinander im ländlichen Raum möglich sind, wenn Stadt und Bürgerschaft an einem Strang ziehen. Deswegen ist die Enttäuschung umso größer, das die Realisierung des Projektes wieder in Frage gestellt wird. Damit ist vorerst eine wichtige Möglichkeit, die Nahversorgung im Ortsteil zu stärken und einen sozialen Treffpunkt zu schaffen, vertan. Trotz großer Bereitschaft und Engagement aus der Bürgerschaft ist es leider nicht gelungen, momentan die notwendigen Voraussetzungen für eine Umsetzung herzustellen. Das bedauern wir sehr. Wir halten jedoch fest: Die Idee eines lebendigen Ortskerns für Seyboldsdorf bleibt richtig und wichtig. Wir sollten daher offen bleiben für neue Ansätze, Kooperationen oder alternative Modelle, die in Zukunft vielleicht doch eine tragfähige Lösung ermöglichen.
Wir unterstützen das Projekt, erwarten aber ein tragfähiges Betriebskonzept und klare Verantwortlichkeiten und vor allem, es muss endlich vorangehen.
d) Musikschule mit Konzertsaal
Die Musikschule mit Saal ist eine Investition in Kultur, Bildung und Identität.
Sie bietet Chancen für Vereine, Musikgruppen und junge Talente. Mit der Sanierung des Haslbeck-Wirtshauses zur Musikschule und dem Neubau des Veranstaltungssaals schaffen wir ein kulturelles Zentrum, das weit über unsere Stadt hinausstrahlen kann. Damit dieses Potenzial voll genutzt wird, sollten wir ein professionelles Veranstaltungsmanagement schaffen bzw. stärken, das eine optimale Auslastung sicherstellt, attraktive Veranstaltungen anzieht und den Standort belebt. Diese Investition ist nicht nur ein kultureller Gewinn, sondern auch ein Impuls für das gesellschaftliche Leben in Vilsbiburg.
Aber wir warnen vor übertriebenen Erwartungen:
Ein Kulturhaus muss im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten bleiben.
Wir fordern funktionale Planung statt Prestige, Kostenkontrolle statt Symbolik.
e) Zukunft der Brauerei
Die Brauerei – ein Areal mit Geschichte und Potenzial.
Wir müssen uns bewusst sein, dass die Errichtung des Brauereigebäudes für die Stadt eine Verpflichtung bedeutet, die sich nur dann trägt, wenn der Betrieb langfristig gesichert ist. Die Zukunft der Brauerei ist nicht nur aus kultureller und wirtschaftlicher Sicht bedeutend – sie ist auch ein Risiko für den städtischen Haushalt. Mit dem errichteten Gebäude stehen wir in einer finanziellen Verantwortung, die durch die branchenweite Entwicklung verstärkt wird. In ganz Bayern und darüber hinaus müssen zahlreiche Brauereien aufgeben. Dieses landauf, landab zu beobachtende Brauereisterben zeigt, wie sensibel und schwierig die Lage für viele Betriebe geworden ist, auch weil sich der Markt grundlegend verändert hat. Diese Realität dürfen wir bei unseren Entscheidungen nicht ausblenden.
Aber Vilsbiburg hat sich entschieden: In der Innenstadt entsteht ein Gasthaus mit integrierter Schaubrauerei. Betreiberin wird eine Bürgergenossenschaft. Das Haus verbindet Gastronomie, Kultur und Mitwirkung der Bürgerschaft. Es wird die Mitte der Stadt beleben, einen verlässlichen Treffpunkt für alle Generationen schaffen und regionale Identität sichtbar machen.
f) Straßensanierungen
Der Zustand unseres städtischen Straßennetzes muss dringend systematisch erfasst werden. Auf dieser Grundlage ist ein langfristiger, realistisch finanzierter Sanierungsplan zu erstellen. Trotz der angespannten Haushaltslage müssen wir kontinuierlich in die Instandsetzung unserer Straßen investieren.
Unterlassen wir dies, droht uns in wenigen Jahren ein erheblicher Sanierungsstau – mit Kosten, die dann kaum mehr zu bewältigen sein werden.
Wir brauchen ein überzeugendes Nutzungskonzept, das Wirtschaftlichkeit, Stadtbild und Identität verbindet.
So richtig und wichtig diese Projekte sind – sie zeigen auch:
Wir nähern uns der Belastungsgrenze unserer Finanzkraft.
Rücklagen sind endlich, Fördermittel endlich, und auch Geduld hat Grenzen.
Darum sagen wir klar:
Wir können nicht alles gleichzeitig leisten.
Wir müssen priorisieren, abwägen, und auch einmal den Mut haben zu sagen: „Das geht jetzt nicht.“
Unsere zentralen Forderungen:
- Verbindliche Projektsteuerung:
Für jedes Großprojekt muss es klare Zeit- und Kostenpläne geben – mit laufender Berichterstattung an den Stadtrat. - Transparente Bürgerinformation:
Haushaltsentscheidungen betreffen alle.
Wir fordern eine verständliche Darstellung, wie Mittel eingesetzt und Ergebnisse überprüft werden. - Effizienz und Kostensensibilität:
In allen Bereichen – Verwaltung, Bau, Betrieb – müssen Einsparpotenziale konsequent genutzt werden. - Nachhaltigkeit als Leitprinzip:
Jede Investition muss sich an Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit messen lassen. - Langfristige Finanzstrategie:
Wir brauchen eine klare Finanz- und Investitionsplanung über mindestens fünf bis zehn Jahre, um künftige Belastungen zu erkennen, bevor sie entstehen.
In der Gesamtabwägung betrachtet unsere Fraktion den vorgelegten Haushaltsentwurf mit grundsätzlichem Wohlwollen. Wir halten ihn für solide vorbereitet, stellen uns aber zugleich den Augenblicksbetrachtungen: Die kommenden Jahre werden nicht einfacher.
Aus diesen Gründen erklärt sich die Fraktion der Freien Wähler bereit zur Zustimmung zum Haushaltsentwurf – mit der Erwartung, dass wir gemeinsam noch stärker auf Umsetzung, Effizienz und Transparenz setzen. Wir Freien Wähler erkennen die Arbeit der Verwaltung an und werden dem Haushalt 2026 grundsätzlich zustimmen.
Wir wollen gestalten, nicht blockieren – aber wir werden auch weiterhin kritisch hinterfragen, nachhaken und auf Wirtschaftlichkeit pochen.
Denn unsere Verantwortung gilt nicht nur dem aktuellen Jahr –
sie gilt den nächsten Generationen, die diese Entscheidungen finanzieren müssen.
Wir behalten uns jedoch vor, in den weiteren Beratungen einzelne Projekte kritisch zu hinterfragen, Prioritäten neu zu justieren und unsere Vorschläge einzubringen.
- Dank an Ehrenamtliche
Bevor ich zum Schluss komme, möchte ich an dieser Stelle einen herzlichen Dank aussprechen – an all jene, die sich in unserer Stadt tagtäglich ehrenamtlich engagieren.
Ob in den Feuerwehren, im Rettungsdienst, bei den Vereinen, in der Jugendarbeit, in der Kultur, im sozialen Bereich, im Sport oder in unseren Kirchen – ohne dieses freiwillige Engagement wäre Vilsbiburg nicht das lebenswerte Zuhause, das es heute ist.
Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gemeinschaft. Es fängt dort an, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – für andere, für das Gemeinwohl, für das, was uns verbindet.
Als Freie Wähler ist es uns ein besonderes Anliegen, diese Arbeit nicht nur zu würdigen, sondern sie auch finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Jede investierte Stunde, jeder Einsatz und jede Idee trägt dazu bei, dass unsere Stadt lebendig bleibt – menschlich, solidarisch und zukunftsfähig.
Dafür sagen wir heute ganz bewusst: Danke!
Meine Damen und Herren,
nach 24 Jahren im Stadtrat von Vilsbiburg möchte ich an dieser Stelle ein persönliches Fazit ziehen.
Ich habe in diesen Jahren viele Haushalte eingebracht, beraten und beschlossen.
Ich habe erlebt, wie sich unsere Stadt verändert hat – wie sie gewachsen ist, wie sie investiert, gelernt, sich modernisiert hat.
Aber ich habe auch gesehen, wie schwer es geworden ist, Verantwortung zu tragen, wenn Wünsche, Erwartungen und Realität auseinanderdriften.
Eines habe ich dabei gelernt:
Kommunalpolitik ist kein Schaulaufen – sie ist ehrliche, oft mühsame Arbeit für das Gemeinwohl.
Sie verlangt Herz, Verstand, Geduld – und manchmal auch ein dickes Fell.
Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit – in der Fraktion, mit Kolleginnen und Kollegen aller Parteien, und mit der Verwaltung.
Und ich bin stolz darauf, dass wir Freien Wähler über all die Jahre verlässlich, sachlich und bürgernah geblieben sind.
Wenn ich heute auf diese 24 Jahre zurückblicke, dann mit dem Gefühl:
Es hat sich gelohnt.
Nicht immer war es einfach, aber immer war es sinnvoll.
Und so wünsche ich mir, dass auch künftige Haushalte eines bleiben:
Ein Werkzeug für Verantwortung – und ein Ausdruck dessen, dass Vilsbiburg Zukunft will.
16.12.
2026
Unsere Liste zur Kommunalwahl steht - angeführt von unserem Bürgermeisterkandidaten Sebastian Haider

Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider mit einem Teil der Kandidatinnen und Kandidaten
Mit vielen Jahren kommunalpolitischer Erfahrung starten die Freien Wähler in die Stadtrats- und Bürgermeisterwahl 2026.
Am Donnerstag, 30.10. 2025 fand im Bierstüberl Haarbach beim „Klingl“ die Nominierungsversammlung für die Stadtratsliste und unseren Bürgermeister-kandidaten statt.
Mit einstimmigen Wahlergebnissen wurden nicht nur die 24 eigenen Stadtrats-Kandidatinnen und -Kandidaten sondern auch Sebastian Haider als Bürgermeister-kandidat der Freien Wähler offiziell bestimmt.
Es war nicht ganz leicht eine vollständige Liste aufzustellen, sagte Sebastian Haider, Vorsitzender der Freien Wähler, „umso mehr freut es mich, dass ich eine ausgewogene Vorschlagsliste aus der Mitte der Gesellschaft vorstellen kann.“
Neben jungen Kandidaten, die sich politisch engagieren wollen, sind sechs erfahrene Stadträtinnen und Stadträte auf der Liste. Nur Josef Sterr, der als Fraktionssprecher und Mitglied im Werkausschuss seit 2002 für die Freien Wähler aktiv ist, tritt nicht mehr im Stadtrat an. Damit, so Sebastian Haider, verlieren die Freien Wähler eine wichtige Persönlichkeit und Stimmenbringer. Haider dankte ihm für seine langjährige kommunalpolitische Arbeit.
“Wir haben Kandidaten im Angestelltenverhältnis, in Führungspositionen, im Öffentlichen Dienst oder auch bereits in Rente,“ sagte Sebastian Haider. Das berufliche Spektrum ist weit gefasst und reicht von Hausfrau und Handwerker über Techniker und IT-Elektroniker bis zu Lehrer, medizinische und pädagogische Berufe und wissenschaftliche Mitarbeiter. Der Frauenanteil liegt knapp unter 30% und der Altersdurchschnitt beträgt 49 Jahre. „Da wir Kandidaten aus dem Stadtgebiet und den Ortsteilen haben, dürfte das eine schlagkräftige und attraktive Liste aus 24 Kandidaten sein,“ meinte Haider.
Im Anschluss stellten sich die Stadtrats-Kandidatinnen und -Kandidaten und Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider, ihre Motivation zur Kandidatur vor. Es wurde deutlich, dass in schwer durchschaubaren Zeiten mit Wirtschaftskrise, Demokratieverdrossenheit und unsicherer Weltpolitik, das Zusammenleben in der Stadt, der Dialog zwischen den Generationen und die Förderung des Gemeinschaftsgefühls für mehrere Kandidaten ein zentrales Anliegen ist.
Dabei ist den Freien Wählern die positive Gestaltung der Heimat, mehr Regionalität und Wertschöpfung vor Ort wichtig. Ein offenes Ohr für die Wirtschaft, die attraktive und sichere Arbeitsplätze bietet, ein ausreichendes Angebot an Wohnraum, innovative Wohnformen für Senioren und Baugebiete sollen nach den Zielen der Freien Wähler unsere gesamte Stadt positiv und zukunftsorientiert weiterentwickeln.
Zukunftsorientiert heißt für die Freien Wähler zum Beispiel der Einstig in die kommunale Stromspeicherung, weitere Förderung des Breitensports, Erhalt der Gesundheitsversorgung und des Krankenhauses, der weitere Ausbau der Klimakommune Vilsbiburg mit PV- und Windkraftanlagen. Dabei darf der kritische Blick auf die kommunalen Finanzen nicht fehlen, es muss auch gespart werden.
Die Verkehrsprobleme für Radfahrer und Fußgänger, sowie die Zustände in der Gobener Straße oder die verkehrsmäßige Anbindung der neuen Grundschule müssen angegangen werden. Die Freien Wähler wollen eine moderne Grundschule, die dem Bedarf angepasst ist und setzen weiterhin auf die exzellente Kinder- betreuung in unserer Stadt.
Im Anschluss daran nahm Josef Sterr, der als Versammlungsleiter bestimmt wurde, die Wahlen vor. Sowohl die Liste für den Stadtrat, als auch die Nominierung von Sebastian Haider als Bürgermeister-kandidat erfolgte einstimmig.
Altbürgermeister Helmut Haider verwies auf die bisherigen Erfolge seit der Gründung der Freien Wähler im Jahr 1989: Ein Bürgermeister, bis zu 7 Stadträtinnen und Stadträte, die an Projekten wie Ballsporthalle, Umgehungsstraße, Hochwasserfreilegung, Färberangerparkplatz, Klimakommune Vilsbiburg, Kindergärten, Mittelschulsanierung neue Vilsbrücke oder Stadtplatzumgestaltung mitgewirkt haben.
„Ich bin mir sicher, dass mit der aktuellen, starken Stadtratsliste ähnliche Erfolge erzielt werden können,“ sagte er.
Josef Sterr verwies auf die langjährige kommunalpolitische Erfahrung der Stadträte, die sich wieder zur Wahl stellen. „Für mich ist das ein Zeichen, dass wir was bewegen können,“ betonte Sterr.
Unsere Stadtratsliste:
1 Haider Sebastian,Grundschullehrer, 3. Bürgermeister, Stadtrat, Kreisrat
2 Koj Christine, Buchhändlerin, Stadträtin
3 Pollner Doris, Fachkrankenschwester, Stadträtin
4 Hiller Karlheinz, Berufsschullehrer i.R., Stadtrat
5 Ritt Veronika, Erzieherin, Stadträtin
6 Hiller Eva, Verwaltungsfachangestellte
7 Neumeier Werner, Rektor Mittelschule Vilsbiburg, Stadtrat
8 Maierthaler Matthias, Konstrukteur
9 Ritt Thomas, Krankenpfleger
10 Hubloger Jörg, Hörfunkredakteur
11 Weimann Christoph, Einkaufsleiter, Dipl. Ing.
12 Gschwandtner Markus, Logistiker
13 Schaub Thomas, Logistiker
14 Thurmeier Franz, Infektionsbiologe, Virologe
15 Loos Uta, Hausfrau
16 Brambs Michael, Projektmanager
17 Lüngen Hans-Erlend, Zahntechnikermeister i.R.
18 Hiller Simon, Berufsschullehrer
19 Brandmeier Dominik, Entwicklungs-Mechatroniker
20 Pollner Korbinian, Prozessingenieur Batteriesysteme
21 Höckinger Paul, Grundschullehrer i.R.
22 Eckardt Christian, Maler i.R.
23 Müller Sabine, Krankenschwester der Sozialmedizin
24 Haider Monika, Lagerleitungs-Assistentin
30.10.
2025
Alfred Holzner Landsratskandidat der Freien Wähler
Die Abordnung der Freien Wähler aus Vilsbiburg bei der Nominierungsversammlung in Mirskofen, zusammen mit Alfred Holzner
Bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler ist Alfred Holzner einstimmig zum Landratskandidaten gewählt worden.
Der erfahrene Kommunalpolitiker ist 56 Jahre alt, Bürgermeister in Rottenburg, sowie Kreis- und Bezirksrat. Er will ein Landrat für alle sein und setzt sich für eine starke Wirtschaft, solide Finanzen, moderne Schulen, digitale Verwaltung und eine sichere ärztliche Versorgung ein. Umweltschutz, Stärkung regionaler Betriebe und Unterstützung des Ehrenamtes runden seine Ziele für den Landkreis Landshut ab.
29.09.
2025
Monatsroas September: Besichtigung der Realschul-Baustelle und der Baustelle am Vilsweg
Beim „Monatsroasn“, dem stadtpolitischen Spaziergang der Freien Wähler, konnte die stellvertretende Vorsitzende Eva Hiller, vor der Baustelle der Realschule 15 Teilnehmer begrüßen.
Das 90 Millionen-Projekt des Landkreises ist derzeit ein großes Loch, in dem die Bodenwanne und erste Betonwände hochgezogen werden. Die Teilnehmer waren beeindruckt von der Größe der Baustelle. „Für die Stadt ist der Neu- und Erweiterungsbau der Realschule eine wichtige Maßnahme und stärkt den Bildungsstandort Vilsbiburg,“ sagte Stadträtin Veronika Ritt. 2028 soll der Bau fertig sein und aus drei Gebäuden in Stahlbeton-Skelettbauweise mit Holzfassade und einer Dreifach-Turnhalle bestehen.
Da der Bauherr der Landkreis ist hat die Stadt nur beim Bebauungsplan und beim Verkehr rund um die Schule Mitsprachemöglichkeiten, berichteten Christine Koj und Karlheinz Hiller, beide Mitglied im Bauausschuss. Von Bedeutung ist, dass der Haupteingang der Schule in die Gobener Straße verlegt wird. Das wird zur Folge haben, dass der Verkehr durch Busse, Elterntaxis und Schulkinder mit und ohne Rad deutlich zunehmen wird. Der aktuelle Bebauungsplan nimmt dieses Problem aber in keiner Weise auf, kritisieren Koj und Hiller. Im Gegenteil, das Landratsamt sieht die derzeitige Anordnung der Schulbusse entlang der Gobener Straße bis hinauf zur Habichtstraße als ideale Lösung an. Wir haben schon mehrmals das Verkehrsproblem in der Gobener Straße angesprochen, sagten die beiden, aber mehr als die Auskunft, dass ein Verkehrsplaner eingeschaltet werden soll und eine Verbesserung der Verkehrssituation zu den Stoßzeiten geprüft wird, liegt nicht vor. Das ist den Freien Wählern und auch den Anwohnern zu wenig.
Mit dabei waren zwei direkte Anwohner der Baustelle, die vom täglichen Geschehen aus erster Hand berichten konnten. „Die Belastungen durch die Baustelle werden einmal weg sein, aber der Verkehr wird bleiben, meinten sie. Das Ehepaar berichtet von Bussen, die nicht nur zu schnell fahren, sondern auch auf dem Gehweg stehen, Schülergruppen, die ohne auf den Verkehr zu achten die Straße queren und vielen Elterntaxis, die kreuz und quer parken. “Das war auch schon vor der Baustelle so und dass da noch nichts ernsthaftes passiert ist grenzt an ein Wunder.“ Obwohl sehr viele Fahrradstellplätze geplant sind, gibt es keinen Radweg zur Schule und das Problem mit den Microcars wurde noch gar nicht angesprochen.
Die Freien Wähler stehen aber dem Neu-und Erweiterungsbau positiv gegenüber, das Schulgebäude wird modern und flexibel und der Tiefhof wird die Aula mit Tageslicht versorgen und als Pausenhof nutzbar sein. In der Amselstraße wird es zu einer Verkehrsentlastung kommen, da nur noch die Zufahrt zum Lehrerparkplatz über die Amselstraße erfolgt.
Danach besichtigte die Gruppe noch die Baustelle am Vilsweg. Hier baut die Stadt ein weiteres Regenrückhaltebecken. Vom Wasserwirtschaftsamt wurde ein zusätzliches Rückhaltevolumen des städtischen Kanalnetzes von 320 Kubikmeter gefordert. Die ursprüngliche Planung in der Frontenhausener Straße einen großen Stauraumkanal zu bauen erwies sich als technisch aufwändig und teuer. Daher hatte sich der Stadtrat für die Erweiterung des alten Regenrückhaltebeckens RÜB 1 im Vilsweg entschieden. Das neue Becken ist ein wichtiger Baustein des Hochwasserschutzes unter Berücksichtigung der nachhaltigen Auslegung des Kanalsystems durch die Zunahme der Wohnbevölkerung und soll auch bei Starkregen helfen das Kanalsystem zu entlasten.
18.09.
2025
Freie Wähler informieren sich über öffentliches Grün

Beim Treffen der Freien Wähler vor der Sommerpause mit dem Landschaftsarchitekten und Gartenbau-fachmann Jan-Phillipp Wassermann war schnell klar: Bäume sind „grüne Klimageräte“ und können in Zeiten des Klimawandels Schatten spenden und Kühlungseffekte erzielen. Wassermann, der als Lehrer an der Gartenbaufachschule in Schönbrunn arbeitet, sagte aber auch, dass nur vitale und große Bäume diese Aufgaben ausreichend erfüllen können.
Und da ist man schon beim Dilemma, dass am Stadtplatz der Raum für vitale und große Bäume erst geschaffen werden müsste. Immerhin, so der Fachmann, braucht ein Baum nach den FU-Richtlinien eine Pflanzgrube von 12 Kubikmeter und eine Baumscheibe mit 6 Quadratmeter. „Das ist oft in den Städten oft schwierig,“ meinte Wassermann. Bodenverdichtung, Leitungen und Sparten erschweren es, ausreichend Wurzelraum bereit zu stellen. Zwar gibt es technische Möglichkeiten, zum Beispiel erhöhte Pflanzbeete, die sich auch zum Sitzen eignen oder Wurzelbrücken, „aber die sind teuer und aufwändig.“ . Eine Aussage wie hoch die Kosten für eine Baumpflanzung im Stadtplatz ist wollte Wassermann nicht machen, da es von der konkreten Situation abhängt. Wassermann legt Wert auf die Feststellung, dass es wichtig ist bestehende Bäume zu erhalten, die unter den Klimaextremen zunehmend leiden. Fassadenbegrünung sieht er in Vilsbiburg eher für Gewerbegebiete geeignet, in der historischen Altstadt spricht oft der Denkmal- oder Ensembleschutz dagegen.
Gerade bei Hitze leiden Bäume an zu kleinen oder überbauten Baumscheiben daher ist eine ausreichende Wasserversorgung wichtig. Jan-Phillipp Wassermann zeigte Möglichkeiten auf, wie man Regenwasser zum Beispiel über den Straßengulli sammeln und unterirdisch den Bäumen zuführen könnte. Überhaupt sei das Sammeln, Speichern und Wiederverwenden von Regenwasser eine zukünftige Notwendigkeit, da mit einer Zunahme von Hitzetagen zu rechnen ist.
Konkret wurden im Gespräch folgende Möglichkeiten für die Begrünung von öffentlichen Plätzen in Vilsbiburg angesprochen:
Bei der Umgestaltung der Freiung und des Haslbeckgeländes, sowie bei Erschließungen muss die Größe der Pflanzgrube für große Bäume berücksichtigt werden. Öffentliches Grün muss wie Kanal, Strom oder Fernwärme ein gleichwertiges Planungsdetail sein.
Die Bevölkerung sollte durch Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert werden, dass Bäume nicht nur „Dreck“ machen und dass jeder persönlich sich an Hitzetagen eigenverantwortlich schützen muss.
Wassermann schlägt vor, mehr Gehölze im Übergang von der städtischen Bebauung zur Landschaft zu pflanzen. Zum Beispiel beim Burger Feld sei das einfach zu realisieren.
Thomas Koj schlug vor, als einfache Beschattungsmaßnahme ein paar große Sonnenschirme, wie sie auch in der Gastronomie verwendet werden, am Stadtplatz fest zu installieren. „Das geht schnell,“ meinte er, „die Kosten sind überschaubar und mit den Sparten gibt es keine Probleme.“
Bestehende Grünflächen wie der Jahngarten oder der Neuhofergarten sollten mit schönen Sitzgelegenheiten aufgewertet und durch Beschilderung als kühle Orte ausgewiesen werden. Auch der Vilspromenade beim Rathaus täte eine Aufwertung gut.
Laut Altbürgermeister Helmut Haider müssen sowohl bei den Stadtwerken, als auch im Bauamt detaillierte Spartenpläne für den Stadtplatz vorliegen. An Hand dieser Pläne könnte man die Diskussion abschließen und feststellen, ob es einen Baumstandort für den Stadtplatz gibt.
Diskutiert wurden auch die Pflanzgefäße im Stadtplatz. So eine Bepflanzung ist immer ein Kompromiss, meinte Gartenbauexperte Wassermann, man sollte abwarten wie sich die Bepflanzung entwickelt. Ob die Pflanzgefäße versetzt werden sollen, gibt es unterschiedliche Meinungen. Wassermann meint, ideal wäre eine Verteilung der Baumgefäße gemäß der zukünftig möglichen Baumstandorte.
Die Kreiselbepflanzung in der Seyboldsdorfer Straße findet seine Zustimmung jedoch nicht. „Der ist nur zwei Wochen im Jahr schön, den Rest ist er greislich“. Mit einer anderen Blühmischung oder einer extensiven Staudenmischung könnte man viel bewirken.
Abschließend äußerten die FW-Stadträte deutliche Kritik am Hitzeanpassungskonzept. „Heute haben wir mehr erfahren wie die Begrünung von öffentlichem Raum im Hinblick auf Hitzeschutz und Hitzeanpassung beitragen kann. Nicht zuletzt müssen die Menschen aber auch eigenverantwortlichen Hitzeschutz betreiben und sich selber schützen.
23. Juli
2025
Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen

Die neue Vorstandschaft: (v.l) Hans-Erlend Lüngen (Beisitzer), Kassier Michael Brams, Neue Medien Jörg Hubloger, Uta Loos (Beisitzerin), Schriftführer Karlheinz Hiller, zweite Vorsitzende Eva Hiller, dritter Vorsitzender Matthias Maierthaler, erster Vorsitzender Sebastian Haider, Altbürgermeister Helmut Haider (Beisitzer), Thomas Ritt (Beisitzer), Christoph Weimann (Beisitzer)
Kürzlich fand die 34te Jahreshauptversammlung der Freien Wähler mit Neuwahlen in der KolpingGaststätte statt.
Sebastian Haider wurde wieder zum Ersten Vorsitzenden gewählt. In seinem Tätigkeitsbericht ging Sebastian Haider auf einige Schwerpunktthemen der Stadtratsarbeit im vergangen Jahr ein. Die Freien Wähler zeigen sich, so Haider, mit dem Standort der neuen Grundschule zufrieden, fordern aber eine Querung der Bahnlinie für den Fuß- und Radverkehr der aus Schachten und Burgerfeld kommt. Ebenso unabdingbar ist eine befriedigende Lösung des zukünftigen Verkehrs in der Brücken- und Ziegeleistraße. „Die Aussagen in der verkehrlichen Untersuchung hierzu waren allerdings sehr wage,“ meinte Haider. Für das Baugebiet Achldorf II wurde von Seiten der Freien Wähler immer wieder eine zweite Anbindung ins Gespräch gebracht. Allerdings sieht das Staatliche Bauamt dafür keine Notwendigkeit. Als Alternative schlug das Staatliche Bauamt eine Ampelanlage vor, die von der Stadt zu finanzieren wäre. Damit könnten sich die Freien Wähler anfreunden. Die große Asylbewerberunterkunft in der Frontenhausener Straße ist auch nach einem Gespräch zwischen den drei Bürgermeistern, dem Landrat und dem Regierungspräsidenten nicht vom Tisch, sagte Sebastian Haider. Aber die Suche nach alternativen dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber, die aktuell von Seiten der Stadt intensiv betrieben wird, findet die völlige Zustimmung der FW-Fraktion. Kürzlich wurden die Planungen für die Musikschule in der ehemaligen Haslbeckgaststätte und den Kultursaal auf dem Färberanger vorgestellt. Die Musikschule wird sich wunderbar in den Stadtplatz einfügen und gleichzeitig öffnen. Der Kultursaal wird mit einer interessanten Dachform einen starken architektonischen Akzent setzten ohne das Areal zu dominieren. „Und wenn die Kostenschätzung stimmt und die Förderzusagen eingehalten werden,“ so Sebastian Haider, „werden die Kosten für die Stadt überschaubar“. Stefan Straßer, Vorsitzender der Jungen Freien Wähler Landshut, sowie Kreisrat, berichtete zum Schluss der Versammlung in einem kurzweiligen Vortrag über die Arbeit im Kreistag. Die „Landshuter Acht“, zwei Buslinien für den nördlichen und südlichen Landkreis, wurde „auf Eis gelegt“, so Straßer, dafür tritt der Landkreis Landshut zum 1. Januar 2026 dem Münchner Verkehrsverbund MVV beitritt. Damit wird ein großes Tarifgebiet geschaffen das einen deutlichen Mehrwert für die Bürger bringt, sagte Straßer und gleichzeitig die Kosten für den Landkreis wegen aktuell hoher Förderungen, niedriger sind. Für den Erhalt des Vilsbiburger Krankenhauses sieht Straßer gute Möglichkeiten aus drei Gründen: erstens will die neue Bundesregierung 4 Milliarden Euro zur Abfederung der Defizite bereitstellen, zweitens sollen die Fallpauschalen rückwirkend erhöht werden und drittens wirken sich die Fusionsgespräche zwischen LaKuMed und dem Klinikum positiv aus. Zum Schluss ging Straßer auf die ständigen Änderungen in der 3-köpfigen AFD-Kreistagsfraktion ein. „Mal tritt einer aus der Fraktion aus oder man legt sein Kreistagsmandat nieder, dann will ein Nachrücker das Amt nicht übernehmen oder man bleibt den Sitzungen immer wieder unentschuldigt fern,“ erläuterte Straßer deren Verhalten. Die derzeitige Nachrückerin stand auf Platz 10 der Liste!! Für Straßer ist das eine Respektlosigkeit gegenüber den Wähler, den man aber nicht vertritt.
15.05.
2025
Rede zum Stadt-Haushalt 2025 von Fraktionssprecher Josef Sterr

Rede zum Haushalt 2025
von FW-Fraktionssprecher Josef Sterr am 16.12.2024
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrter Damen und Herren der Verwaltung,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates,
sehr geehrte Vertreter der Presse,
sehr geehrte Damen und Herren,
Der Haushalt ist, wie der vorjährige, geprägt von den fortwährenden Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und den tragischen weltweiten Flüchtlingsbewegungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea, China und Taiwan, in Afrika und rund um Israel in Nahost werden immer besorgniserregender und weiten sich aus. Die Welt wird unsicherer, Zölle werden erhöht und das alles schlägt bis auf die Städte durch. Durch das zweite Jahr in Rezession, allgemeinen Preissteigerungen, nach wie vor hohen Energiekosten, deutlichen Tarifabschlüssen und auch dem Fachkräftemangel, sind die Probleme vielseitig, die auf der Stadt lasten. Angesichts dieser Kriege und des dadurch verursachten Elends und der vielschichtigen Probleme wird uns immer wieder bewusst, wie gut es uns hier in Vilsbiburg eigentlich geht. Und das soll auch so bleiben.
Unterbringung Flüchtlinge
Neben den internationalen militärischen Konflikten sind andere zu bewältigende Herausforderungen, wie z.B. die Unterbringung der immer noch steigenden Anzahl der nach Deutschland flüchtenden Menschen, zwar fast in den Hintergrund getreten, aber nach wie vor vorhanden. Wir haben in diesem Zusammenhang so gut wie keinen Einfluss auf die Anzahl der uns zugewiesenen Menschen, wir haben ganz einfach die vom Bund auferlegte Aufgabe, sie menschenwürdig unterzubringen. Und das ist uns in Vilsbiburg mit den dezentralen Unterkünften bisher vergleichsweise gut gelungen. Es mussten keine Sport- oder Veranstaltungshallen belegt werden, was wir auch künftig vermeiden möchten. Viele Wohnungen und Gebäude konnten angemietet werden. Diesen Weg gilt es weiterzugehen. Wir lehnen eine große Sammelunterkunft ab, die Aushebelung der Kommunalen Selbstverwaltung durch den Sonderparagraph 246 kritisieren wir scharf und ist sogar im Grundgesetz (Artikel 28) verankert. Dass die Regierung von Niederbayern auf Wohnungsangebote von Seiten der Stadt nicht einging, ist nicht zu verstehen. Zu überlegen ist, ob diese Wohnungen nicht an die Fehlbeleger weitervermittelt werden können, um damit Platz in den Asylbewerberunterkünften frei zu machen.
Klimakrise und Hitzeanpassungskonzept
Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist und bleibt die Klimakrise. Manche reden sogar von Klimakatastrophe. Den Klimawandel erleben wir auch hier im Vilstal sehr deutlich. Die Sommer sind wärmer und länger, es gibt häufig länger andauernde Hitzeperioden, und wir müssen beobachten, wie in unseren Wäldern viele Bäume den Hitzetod erleiden. Es tut einem mitunter schon sehr weh mit anzusehen, wie ein gesunder Baum innerhalb weniger Jahre abstirbt. Aber auch die Menschen leiden zunehmend unter den langen Hitze- und Trockenperioden.
Die Fa. B.A.U.M. Consult erarbeitet unter Einbeziehung der Bürger, z.B. im Rahmen des Silicon Vilstal Festivals, ein Hitzeanpassungskonzept, das im Dezember im Stadtrat vorgestellt und beschlossen werden soll.
Wir sehen die Notwendigkeit, dass die Stadt hier Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gegen extreme Hitze und die damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren trifft. Dazu gehören neben Aufklärungsmaßnahmen, z.B. in Seniorenheimen, auch die Schaffung von Rückzugsräumen oder die Installation von weiteren Trinkbrunnen, um nur einige Maßnahmen aufzuzählen.
Insgesamt müssen wir uns damit abfinden, dass durch den Klimawandel Veränderungen auf uns zukommen werden, auf die wir uns einstellen müssen. Allerdings dürfen wir dabei nicht in Panik oder Aktionismus verfallen, sondern unsere Maßnahmen und Projekte mit Augenmaß und nach den finanziellen Möglichkeiten planen. Das gilt nicht nur für die Stadt Vilsbiburg, sondern das gilt aus meiner Sicht für ganz Deutschland.
Es steht außer Zweifel, dass wir eine globale Klimakrise haben. Aber ebenso sicher ist es, dass Deutschland allein das Weltklima nicht retten kann. Selbst wenn das ganze Land von heute auf morgen kein Gramm CO2 mehr ausstoßen würde, wären die Folgen für das Weltklima kaum messbar. Es würde also nichts nutzen, wenn wir dem Klimaschutz unseren noch vorhandenen Wohlstand opfern und dabei selbst zu einem armen Land werden. Damit wären wir kein Vorbild für die Welt, sondern eher ein abschreckendes Beispiel. Daher muss alles mit Maß und Ziel gehandhabt werden.
Wir finden, dass die Stadt Vilsbiburg mit den Stadtwerken und anderen Partnern in Sachen Klimaschutz gut unterwegs ist, und sind zuversichtlich, dass die auf uns zu kommenden Herausforderungen mit Fachkompetenz und Augenmaß gemeistert werden.
Haushalt
Zurück zum eigentlichen Thema, der Verabschiedung des Haushaltes 2025.
Bei den Verhandlungen über den kommunalen Finanzausgleich 2025 konnten trotz äußerst geringer Spielräume einige Verbesserungen erreicht werden. Ein besonders wichtiges Signal ist die Erhöhung des kommunalen Anteils am allgemeinen Steuerverbund von 12,75 Prozent auf 13,0 Prozent. Die Rahmenbedingungen waren für beide Seiten schwierig. Sowohl die Kommunen als auch der Freistaat sind von einer stark steigenden Ausgabenseite und schwächeren Steuereinnahmen betroffen. Dennoch konnten Verbesserungen im System erreicht werden. Trotz der Verbesserungen bei den Finanzausgleichsverhandlungen bleiben die Rahmenbedingungen für die Aufstellung der kommunalen Haushalte schwierig, weil die Kosten für die Erfüllung der kommunalen Aufgaben weiterwachsen.
Auffallend für das Haushaltsjahr 2025 und die weiteren Jahre ist heute bereits, dass Aufgaben der Stadt und auch des Landkreises, die in dieser Ausformung im Bund oder Land beschlossen wurden, nicht mit ausreichenden Finanzmitteln aus Bund und Land ausgestattet werden. So sind beispielsweise für die Stadt die Digitalisierung der Schulen, insbesondere die Fortsetzung des Digitalpakts, oder auch die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung der Kommunalen Wärmeplanung zu nennen. Über die Kreisumlage werden wir beteiligt bei den Aufgaben des Landkreises – beispielsweise an den Defiziten der Kliniken, den explodierenden Sozialleistungen, die rund die Hälfte des Kreishaushalts ausmachen, da Bund und Land über die Sozialgesetzgebung den Menschen zwar hohe Ansprüche gewähren, wobei die Landkreise nicht das notwendige Geld erhalten. Für Geflüchtete, die in unserem Land Zuflucht gefunden haben, gibt der Bund viel aus, auch das Land. Dennoch reichen die Zahlungen von Bund und Land nicht aus, die Verpflichtungen des Landkreises zu erfüllen. Im Haushalt 2025 ist für die Kreisumlage bereits eine Steigerung um 2% eingerechnet, das bedeutet für die Stadt Vilsbiburg in 2025 zusätzlich ca. 400.000 Euro mehr.
Trotz der bekannten, auch finanziell schwierigen Zeiten hat uns die Verwaltung einen aus unserer Sicht soliden Haushaltsplan vorgelegt. Natürlich haben wir weniger ein Einnahme- als ein Ausgabenproblem, was zum großen Teil an der Fülle der freiwilligen Leistungen liegt, aber insgesamt gibt es an dem vorgelegten Haushaltsplan wenig zu kritisieren. Den Haushalt sehen wir im Jahr 2025 bei einer notwendigen Rücklagenentnahme von 5,14 Millionen Euro und einer Kreditaufnahme von 3,17 Millionen Euro allerdings noch lange nicht ausgeglichen. Der Griff ins Sparbuch wird nicht mehr allzu lange funktionieren.
Bauen, Wohnen, Einheimischenmodell
Die Überwindung der Wohnungsnot und damit die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit gesunden, preisgünstigen und zweckmäßigen Wohnungen war und ist in Vilsbiburg und Umgebung seit vielen Jahrzehnten vordringliche Aufgabe der Baugenossenschaft. Ein angemessener Wohnraum, ein intaktes Wohnumfeld sowie sozial stabile Nachbarschaften sind die wesentlichen Voraussetzungen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Lebensqualität der Menschen. Hierfür steht die Baugenossenschaft eG Vilsbiburg seit über 100 Jahren. Für dieses Engagement möchte ich auch einmal Danke sagen.
Im privaten Wohnungsbaubereich sind nach dem Ende der Nullzinsphase die ohnehin schon sehr hohen Baukosten weiter gestiegen. Bauen wurde zum Luxus. Viele Bauwillige, vor allem die jungen Familien, die einmal die Zukunft unserer Stadt sein sollen, können sich den Kauf einer Immobilie inzwischen nicht mehr leisten. Auch wenn sie vom Einkommen her zum Mittelstand zählen. Ganz unmöglich wird der Traum vom Eigenheim, wenn noch dazu ein Grundstück erworben werden muss.
Um diese Situation für unsere in Frage kommenden Bürgerinnen und Bürger möglichst zu verbessern und sie dabei zu unterstützen, in Vilsbiburg sesshaft zu bleiben, sollten wir andere Wege bei der Vergabe von Baugrundstücken gehen. Man könnte vermehrt städtische Grundstücke in Erbpacht vergeben, mindestens 20% der Grundstücke in den künftigen Neubaugebieten. Dies soll nicht nur Grundstücke für Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäuser betreffen, sondern auch Geschosswohnungsbau oder sozialer Mietwohnungsbau. Damit wäre bei vielen Bauwilligen die erste große finanzielle Hürde bereits deutlich kleiner.
Auch über alternative Wohnformen, wie Tinyhouse, Minihaus oder Modulhaus, sollte man nachdenken. Ansprechend und hochwertig in der individuellen Ausstattung steht diese Bauform für den zeitgemäßen, zukunftsorientierten Anspruch an ein kleines, feines Zuhause, bei dem jede Ecke sinnvoll genutzt wird und kleine Grundstücke entweder durch Kauf oder Pacht die Kosten niedrig halten.
Auch die vorsichtige Weiterentwicklung der Ortsteile, insbesondere Möglichkeiten für Einheimische, die das Leben im Ort durch ihre Aktivitäten mitbestimmen, sollte kontinuierlich vorangetrieben werden.
Bildung und Betreuung
Uns sind die Investitionen in Bildung sehr wichtig. Wir können für jedes Kind einen Platz in einer Kita anbieten. Die Stadt hat dazu in den letzten Jahren enorme finanzielle Leistungen erbracht. Die erfreulichen Geburtenraten und gesetzliche Vorgaben sorgen dafür, dass wir immer mehr Kindergärten brauchen. Mit der Inbetriebnahme des Kindergarten Luzia werden diese Vorgaben sicher mehr als erfüllt.
Vor ähnlichen Problemen stehen wir mit unseren Schulen. Die Kinder, die heute in die Kitas gehen, wechseln in wenigen Jahren in die Grund- und später in die weiterführenden Schulen. Hinzu kommt noch der gesetzliche Anspruch auf Ganztagsgrundschulbetreuung ab dem Jahr 2026. Da die Grundschule bereits jetzt aus allen Nähten platzt, haben wir nach langem Ringen – und ich sage hier ausdrücklich, das war auch in diesem Umfang nötig – einen Neubau an der Brückenstraße beschlossen. Wir haben also unsere Hausaufgaben gemacht. Wo das dafür notwendige zusätzliche Personal und Kosten für die Gehälter herkommen sollen, hat der Gesetzgeber bisher offengelassen.
An dieser Stelle will ich nicht unerwähnt lassen, dass Bund und Land den Kommunen immer mehr neue Aufgaben zuweisen oder Standards erhöhen, die nötige Finanzierung dazu aber regelmäßig nicht bereitstellen. Die Kommunen müssen dann zunächst die finanzielle Last tragen, die den Haushalt empfindlich belastet.
Vilsbiburg ist eine überregional bekannte und anerkannte Schulstadt. Jede Schulart ist hier mindestens einmal vertreten. So soll es auch bleiben.
Denn teurer als Bildung ist nur keine Bildung (J. F. Kennedy).
Freizeit, Sport, Kultur und Daseinsvorsorge
Unter diese Überschrift fallen Investitionen für die Sanierung der Vilstalhalle, die Entwicklungen rund um das Kulturhaus und den Dorfladen Seyboldsdorf. Aber nicht nur Investitionen im Vermögenshaushalt verursachen hohe Kosten, auch die vielschichtige Unterstützung von Vereinen und Institutionen durch Zuschüsse in Bau, Unterhalt und Veranstaltungen wie das Festival „Mitanand“ leistet die Stadt gerne, kommt sie doch vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zugute. Sollten sich allerdings die Auswirkungen der eingangs erwähnten Krisen verstärken, wird man auch in diesen Bereichen über Einsparungen nachdenken müssen. Den vielen Ehrenamtlichen, die in diesen Bereichen Großartiges leisten, ein herzliches Dankeschön.
Ehrenamtliches Engagement
Und wenn wir schon beim Danke sagen sind, so möchten wir uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die sich in irgendeiner Art und Weise ehrenamtlich zum Wohle der Stadt und ihrer Mitmenschen einsetzen. Der Platz hier würde bei weitem nicht ausreichen, um alle gebührend zu würdigen. Beispielhaft möchten wir hier daher die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren nennen, die bei Wind und Wetter, bei Tag und bei Nacht für uns da sind, um aus gefährlichen Situationen zu helfen. Wir haben in Vilsbiburg glücklicherweise ganz viele Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen. Sei es in den Vereinen, Verbänden, Organisationen und sogar in privaten Kreisen. Ohne dieses Engagement würde das Leben für viele Bürgerinnen und Bürger schwerer werden.
Kommen wir damit wieder zurück zum eigentlichen Haushaltsplan 2025. Da es nichts groß zu meckern gibt, stimmt die FW-Fraktion dem Haushalt zu.
Zum Schluss noch der Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, bei den Stadtwerken und beim Bauhof für die immer sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Ein spezieller Dank gilt natürlich Kämmerin Nadine Eggl mit ihrem Team für die Vorbereitung des Haushalts – insbesondere die Besprechung des Haushalts in der Fraktion.
Und nicht zuletzt, aber doch am Ende der Rede, bedanken wir uns bei den Kolleginnen und Kollegen aus dem Stadtrat für die stets vertrauensvolle und sachliche Zusammenarbeit und wünschen Ihnen allen im Namen der FW-Fraktion und des gesamten Ortsvereins der Freien Wähler Vilsbiburg fröhliche, gesegnete Weihnachten und ein glückliches, erfolgreiches Neues Jahr.
Dezember
2024
Peter Dreier als Direktkandidat zur Bundestagswahl nominiert
Unser Kandidat für Landkreis und Stadt Landshut, sowie den Landkreis Kelheim.
Unser Landrat Peter Dreier ist am Donnerstag zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 227 zur Bundestagswahl gewählt worden.
Drei Direktmandate müssen die Freien Wähler für einen Einzug in den Bundestag holen.
05.12.
2024
Freie Wähler Vilsbiburg besichtigen Klosterbrauerei und Destillerie in Furth
Kürzlich besuchte eine Gruppe der Freien Wähler Vilsbiburg die Klosterbrauerei Furth mit Destillerie und Bräustüberl. Andreas Horsche, Bürgermeister der Gemeinde Furth und gleichzeitig Geschäftsführer der Klosterdestillation St.Josef, übernahm die Führung. Seit 400 Jahren wird in Furth Bier gebraut, führte Horsche aus, aber 1998 wurde das Brauen eingestellt. 2015 dann kaufte die Gemeinde Furth das Maristenkloster und wandelte das historische Klostergebäude in ein Tagungszentrum mit Bürgersaal um. Auf dem Areal wurden 48 Wohneinheiten geschaffen und ein Neubau in dem die Schaubrauerei, die Destillerie und das Bräustüberl unter einem Dach Platz fand. „Das war eine riesige Investition für die Gemeinde,“ sagte Horsche, aber es ist auch was Besonderes entstanden, meinte er. Zuerst wurde der Gärkeller der Brauerei besichtigt – für die Freien Wähler natürlich das interessanteste Vorhaben, da auch in Vilsbiburg eine Bürger-Brauerei entstehen soll. Die Schaubrauerei produziert laut Andreas Horsche wöchentlich 500 Liter Bier, „alles Bio, ökozertifiziert und regional“, berichtete Horsche stolz. Das Wasser wird so verwendet, wie es aus dem Wasserhahn kommt und wird nicht aufbereitet. Nach vierwöchiger Lagerung kommt es als unfiltriertes Bier zum Ausschank. Das ist wichtig, denn das Bier wurde schon mehrfach ausgezeichnet. „Das Original Further Bier gibt es nur hier im Bräustüberl, was man im Getränkemarkt kaufen kann wird in Hohenthann gebraut, nach Original Rezept, aber mit Hohenthanner Wasser,“ erklärte Horsche. Für die Vilsbiburger Brauerei, an der Horsche auch Anteilszeichner ist, gab er zu bedenken, dass das Bier was Besonderes sein muss. Der Ausschank eines exklusiven Bieres macht in einem Bräustüberl Sinn. Dann kommen auch Leute. Auf Nachfrage bestätigte er, dass die Entscheidung, ob das Bier in Flaschen abgefüllt ober nur in Fässern vermarktet wird, sehr wichtig ist. Auch den Tipp, dass eine Brauerei wegen hefehaltigen Abwässern kläranlagenrelevant sein kann gab er den Freien Wählern mit. Für die Freien Wähler ist klar, dass der Bierausstoß der Klosterbrauerei Furth mit ungefähr 250 Hektoliter im Jahr zu wenig ist. Stadtrat Josef Sterr brachte es auf den Punkt: Die Vilsbiburger Brauerei sollte einmal unser Volksfest mit Bier versorgen können. Im Anschluss daran führte Horsche die Besuchergruppe in die Destillerie und zuvor in das Kräuterkammerl. Der Duft von 40 Kräutern war überwältigend und machte schon Vorfreude auf die anschließende Verkostung. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Bräustüberl klang die Veranstaltung aus.
Dezember
2024
Jahreshauptversammlung Bezirksverband und Bezirksvereinigung
Am 18.11.2024 fand die Jahreshauptversammlung der Bezirksvereinigung und des Bezirksverbandes Niederbayern der FW in Niederwinkling statt.
Neben den Neuwahlen, die keine wesentlichen Änderungen ergaben, gab Huber Aiwanger, Stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident und Bundesvorstand der FW seine Einschätzungen zu den vorgezogen Bundestagswahlen am 23.Februar 2025 ab.
Durch die Verkleinerung des Bundestags von 733 auf 630 Sitze und der Abschaffung der Grundmandatsklausel könnten die Freien Wähler mit 20-24 Abgeordneten in den Bundestag einziehen, wenn sie drei Direktmandate erringen.
Aiwanger sieht sehr gute Chancen, dass das klappen könnte zumal mit Landrat Peter Dreier ein sehr populärer Kandidat für den Wahlkreis Landshut 227 antritt. „Die Freien Wähler holen die Stimmen, die die CSU nicht bekommt,“ sagte er und möchte mit der CDU/CSU eine bürgerliche Regierung bilden.
Der alte und neue Bezirksvorsitzende Ludwig Waas betonte, dass ab jetzt gemeinsames Unterhaken und „volle Kraft für das Projekt Bundestag“ nötig ist. Seiner Meinung nach ist jede Stimme für die Freien Wähler eine Stimme für Bayern.
18.11.
2024
Ortstermin in den Kitas Franziskus und Luzia
Seit mittlerweile vier Jahren ist der Franziskus Kindergarten in Vilsbiburg in Betrieb und umfasst zwei Krippengruppen, sowie drei Kindergartengruppen.
Damit ist diese Einrichtung voll belegt.
In diesem Jahr ist mit dem Luzia-Kindergarten im neu errichteten Anbei eine weitere Einrichtung hinzugekommen und in den Teilbetrieb gestartet.
Aktuell sind die Krippengruppen noch nicht belegt, da noch qualifiziertes Personal gewonnen werden muss.
Beide Kindergärten sind sehr modern und großzügig gestaltet, so dass sich die Kinder wohlfühlen können. Die Erzieherinnen und das pädagogische Personal sind sehr engagiert bei der Sache und nehmen sich jedes einzelnen Kindes an, Inklusion ist selbstverständlich. Zusätzlich gibt es gesunde Vollverpflegung der Kinder aus der eigenen Küche.
Beide Gebäude sind im Passivhaus-Standard errichtet, werden über ein Pelletsheizung geheizt und über eine Lüftungsanlage mit frischer Luft versorgt. Der KiGa Franziskus ist mit einer PV-Anlage und einem Batteriespeicher zu 60% mit eigenem Strom versorgt.
Die Kosten betrugen 3,6 Mio. € für den Kindergarten Franziskus und 5,5 Mio. € für den Kindergarten Luzia.
Beide Einrichtungen stehen unter der Trägerschaft der Diakonie Landshut.
24.10.
2024
21.10.
2024

Freie Wähler Kreisverband Landshut wählt neue Vorstandschaft
Vor Kurzem wurde im Gasthaus Luginger in Mirskofen der Vorstand für den Kreisverband Landshut der Freien Wähler neu gewählt. Wir waren natürlich mit einer Abordnung vertreten. Alle wurden mit großer Mehrheit für 3 Jahre gewählt.
Auf dem Bild von links: Fred Holzner ( Fraktionssprecher im Kreistag), Ludwig Greimel und Manuela Bonardi (Stellvertretende Kreisvorsitzende), Rudi Zieglmayer (Erster Vorsitzender), Josef Reff (Stellvertretender Vorsitzender), Johannes Puscheck (Junge FW), Johann Reiter (Kassier), Landrat Peter Dreier. Nicht auf dem Bild ist die neue Kreisgeschäftsführerin Marianne Irlbeck.
Standortentscheidung
für neue Grundschule

FW-Fraktion stimmt für die Entscheidung zum Standort an der Brückenstraße
Vor kurzem traf der Stadtrat die Entscheidung, dass die Grundschule auf dem Areal an der Brückenstraße gegenüber der Vilstalhalle gebaut werden soll.
Obwohl die Freien Wähler den bestehenden Standort an der Kirchstraße erhalten wollten stimmten sie für den neuen Standort. Nach reiflicher Überlegung gab es mehr Gründe, dass der bestehende Standort nicht für eine 6-zügige Grundschule geeignet ist:
Der Platz ist nicht ausreichend, auch wenn man die Nachbargrundstücke einbezieht, engste Platzverhältnisse daher keine Planungsfreiheit, kein ausreichender Pausenhof, mind. 6 Millionen € kostet eine Containerschule, Abriss aller Gebäude auch der Turnhalle, keine Verbesserung für den Bus- und PKW-Verkehr.
Dagegen kann auf dem Areal an der Brückenstraße städtebaulich frei geplant werden, die vorhandenen Turnhallen und Sportflächen können benutzt werden und der Busverkehr ist über die Urbanstraße organisierbar.
Trotzdem sind weitere Aufgaben aus Sicht der FW unbedingt nötig: tragfähige Verkehrslösung für die Ziegelei- und Brückenstraße, Fuß- und Radverbindung unter dem Bahngleis für Burger Feld und Schachten sowie Verbesserungen an der sanierungsfähigen Brücke vor der Vilstalhalle.
29.09.
2024
Sept.
2024

Freie Wähler aus Vilsbiburg und Velden machen Stadtführung
Kürzlich fand eine Stadtführung zur Geschichte Vilsbiburgs mit den Freien Wählern aus Velden und Vilsbiburg statt.
Die stellvertretende Ortsvorsitzende Eva Hiller organisierte den kurzweiligen Rundgang, der von Rudolf Stadlöder mit interessanten und kuriosen Einblicken in die Stadtgeschichte durchgeführt wurde.


































