Vilsbiburg, 19.02.2021: Am 01.Februar trat die neue Bayerische Bauordnung in Kraft. Damit soll das Bauen einfacher, billiger, schneller, nachhaltiger und flächensparender werden. Zeitgleich diskutiert der Stadtrat über die textlichen Änderungen im Baugebiet Achldorf für den Bauabschnitt II. Da passt es, dass die  Freien Wähler in einer digitalen Fraktionssitzung Vorschläge erarbeitet haben, wie man ohne Änderung des Bebauungsplanes moderne, zeitgemäße und klimafreundliche Festsetzungen treffen kann, die in Teilen der  neuen Bauordnung entsprechen.

Die neue Bauordnung ändert Einiges: unter anderem die Abstandsflächen, erleichtert den Dachgeschossausbau, verkürzt die Genehmigungsfrist auf 3 Monate, erleichtert Bauen mit Holz. Einige dieser Ansätze betreffen auch die Vorschläge der Freien Wähler zu den textlichen Änderungen in Achldorf II.

So können sich die Freien Wähler vorstellen, dass auf großen Parzellen mit mehr als 1200 qm statt einem Einzelhaus die Bebauung mit einem Mehrfamilienhaus mit maximal 4 oder 6 WE erlaubt wird.

Dachneigungen nicht zu steil

Steile Dachneigungen, im alten Bebauungsplan sind Satteldächer bis 50° und Walmdächer ab 45° erlaubt, verursachen hohe Baukosten und führen zu Verschattungsproblemen. Energetisch sinnvoll sind auch  Pultdächer mit einer Neigung von ca. 28° - 34°. Die neuen Festsetzungen im Bebauungsplan sollten sich nach Ansicht der Freien Wähler mit erlaubten Abweichungen daran orientieren. Wenn es nach ihnen geht könnte auch über einen Verzicht auf die Festsetzung der Firstrichtung diskutiert werden, um eine optimale Ausrichtung auf die Sonne zur solaren Nutzung zu ermöglichen.

Zwingende Festsetzungen für Fernwärem und PV-Nutzung vorgeschalgen

Ein Anschlusszwang an die städtische Fernwärme sollte entweder nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz im Bebauungsplan festgelegt oder mit einem städtebaulichen Vertrag mit dem Bauherren getroffen werden. Ausnahme, wenn sich der Bauherr verpflichtet nichtfossile Brennstoffe wie Wärmepumpe, Pellets oder Micro-BHKW als Wärmequelle zu verwenden.

Auf allen Dächern sollten Solarthermie und PV-Anlagen zugelassen werden, auf dem Hauptgebäude würden die Freien Wähler eine PV-Anlage verpflichtend vorschreiben, in einer Größe, die den eigenen Strombedarf weitgehend decken kann.

Aus energetischen Gründen sind kleine Dachgauben kritisch zu beurteilen, da sie zu Verschattung führen und die Oberfläche vergrößern. Die Freien Wähler schlagen maximal eine Dachgaube pro Seite vor dafür mit einer Mindestbreite von 2 Meter. Auch das Maß für den Kniestock würden sie vergrößern, weil dadurch Dachgauben obsolet werden können.

Vorgeschlagen wird auch die Regenwassernutzung in Retentionszisternen, je Bauparzelle mit mind. 5 m3 Retentionsvolumen, eine wasserdurchlässige Befestigung der Pflasterflächen und optionale Dachbegrünung zur Regenwasserrückhaltung.

Standortgerechte Obstbäume

Als Bäume sollten regionale, standortgerechte Obstbaumsorten empfohlen und die Außenbeleuchtung sollte in  insektenfreundlicher, warmweißer LED-Technik ausgeführt werden. Deutlich sollte auf das Bauen mit Holz als ökologische Alternative hingewiesen werden.

Dringlich sollte neben dem Verkehrslärm durch die B388 auch auf die mögliche Geruchsbelästigung durch das Fernwärme-Heizwerk hingewiesen werden. Dessen Standort an der Köglecker Straße sehen die Freien Wähler sehr kritisch und würden eine Überplanung zwingend begrüßen.

In einer textlichen Festsetzung sollten Parzellen für eine Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen werden und die Parzellen  247 und 248 sollten für einen möglichen Kindergarten zurückgehalten werden. Des Weiteren sind alle Grundstücke über 800 m2 darauf hin zu überprüfen, ob ohne Verschiebung der Grundstücksgrenzen und unter Beibehaltung der Straßenführung eine dichtere Bebauung möglich ist.

Fahrradmäßige Anbindung gefordert

Den Freien Wählern fehlt auch eine fahrradmäßige Anbindung an die Köglecker Straße, im derzeitigen Planungsstand kann diese sicherlich nachträglich realisiert werden. Auch die alleinige Zufahrt über die Thalhamer Straße sehen die Freien Wähler als nicht ausreichend an und regen einen Anschluss an die Köglecker Straße an.

Selbstverständlich, darauf weisen die Freien Wähler hin, sind alle Vorschläge von Fachleuten zu bewerten und zu überprüfen, allerdings bestehen die Freien Wähler auf einer Erschließung in mehreren Abschnitten.

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