23.02.2020
Peter Dreier in Frauensattling

Am Sonntag fand ein gut besuchter Wahlfrühschoppen im Gasthaus Maier in Frauensattling statt. Mit Landrat Peter Dreier und Bürgermeisterkandidat Sebastian Haider stellten sich viele Stadtrats- und Kreistagskandidaten der Freien Wähler vor.

Mit über 300 Millionen Euro Investitionssumme bezifferte Peter Dreier die anstehenden Aufgaben des Landkreises. Die Erweiterung des Krankenhauses Vilsbiburg schlägt mit 30 Millionen Euro zu Buche, die  Sanierung des Gymnasiums Vilsbiburg steht heuer vor der Vollendung, die Planungen für den Teilneubau und Sanierung der Realschule Vilsbiburg wird den Kreishaushalt mit 35-40 Millionen belasten und beim Neubau des Landratsamtes ist die Planungsphase angelaufen. Auch das Gymnasium in Ergolding muss erweitert werden. Darüber hinaus wird nicht nur in Bildung und Gesundheit, sondern auch in Kreisstraßen und Kreisbrücken investiert, damit die Infrastruktur mit den wirtschaftlichen Entwicklungen mithalten kann. Für Dreier ist es wichtig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landkreises zu erhalten und darauf zu achten, dass die Schulden nicht zu hoch werden.

Zentrum im südlichen Landkreis

Vilsbiburg sieht Landrat Peter Dreier dabei als wichtiges Zentrum im südlichen Landkreis an und freut sich, dass mit Sebastian Haider ein junger und dynamischer Bürgermeisterkandidat zur Wahl steht.  Sebastian Haider hat schon als Kind und Jugendlicher mitbekommen was in Stadt und Landkreis los ist, sagte Dreier und kann realistisch einordnen welche Herausforderungen auf die Stadt Vilsbiburg zukommen.

Keine versteckte Verschuldung

Sebastian Haider griff die Stichworte „solide Finanzen“ und „wirtschaftsfördernde Maßnahmen“ bei seiner Vorstellung auf. Keine versteckte Verschuldung durch unterlassene Straßen-, Kanal- oder Brückensanierungen, sondern kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur, Chefsache soll  die Einbindung der Unternehmen in strukturelle Entscheidungen sein, Gewerbegebiete sollen bedarfsgerecht entwickelt werden und Wohnbaugebiete vorrangig „Innen vor Außen“. Die positive Außendarstellung, zusammen mit einem verstärkten Stadtmarketing soll es für Unternehmen leichter machen sich für den Standort Vilsbiburg zu entscheiden.

Der ISEK-Prozess wird viele Ergebnisse bringen, die Vilsbiburg weiterbringen, „da wollen wir Freie Wähler konstruktiv mitarbeiten,“  kündigte er an. Und auch an der Integrierten ländlichen Entwicklung ILEK zeigen die Freien Wähler großes Interesse. Der weitere Ausbau der regenerativen Energieversorgung, Stromspeicherung und die Mitwirkung an der Wasserstoffregion „zählen für uns ebenfalls zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes“, führte Haider aus.

In der anschließenden Diskussion wurde Peter Dreier kritisiert, dass seine Behörde keine Vorzeugnisse für Tiertransporte in Drittstaaten mehr ausstellt. „Wir exportieren europaweit gefragtes Zuchtvieh, sie nehmen uns Exportmöglichkeiten“, kritisierte ein Landwirt. Dreier verteidigte sein Vorgehen und verwies darauf, dass die Veterinäre die Verantwortung für den gesamten Transportweg z.B. nach Usbekistan nicht übernehmen können. Haftungsfragen sind nicht geklärt und das Ganze sei ein Systemfehler bei dem sich die große Politik die Zuständigkeiten wechselseitig zuschiebt.

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